LP Review: DxBxSx - Die Platte (2019)

Wenn Berlin's Stoner Punks Drive-by Shooting aufkreuzen, sind endloser Spaß und nachhaltige Zerstörung angesagt. DxBxSx verknüpfen so viele Elemente, die ich einfach nur geil finde: Punk Rock, Stoner, die Fick-Dich-Attitüde, und Texte wie "Deutschland, du mieses Stück Scheisze". Da schmelze ich dahin.
Und jetzt ist es soweit, dass der nächste Knaller rausgehauen wurde. Beim Label Bakraufartita Records erschienen kürzlich "Die Platte", "Die CD", "Der Downloadcode", "Das Tape", "Der Stream", und wahrscheinlich sogar noch mehr Versionen des neuesten DxBxSx Albums. Ich selbst habe mich für "Die Platte" entschieden. Eingehüllt in einem irre guten Artwork von Steve Burner und einer liebevoll aufwendig gestalteten Verpackung liegen die zwei Scheiben - eine weiß, eine schwarz, beide abzuspielen auf 45rpm.
Musikalisch präsentieren sich DxBxSx auf "Die Platte" in ihrem einzigartigen Stil: Punk Rhythmen mit leicht runtergeschraubter Geschwindigkeit, Fuzz, dreckige Blues Riffs, eine raue Grundstimmung, abwechslungsreiche Breaks und Stopps, und wie ich finde seit neuestem auch eine Prise Heavy Metal. Die Musik treibt sofort an, den Hintern zu bewegen, einen flotten Pogo aufs Parkett zu legen, und mal ordentlich die Sau rauszulassen.
Neben der endsgeilen Musik von DxBxSx sind es die Texte, die einfach überzeugen. Auf "Die Platte" werden wieder ordentlich Mittelfinger und Backpfeifen verteilt, und es bekommen echt einige Leute sowie Gruppen ihr gerechtes Fett weg: Yuppies, Neoliberale, Neurechte, Besserwisser, Hipster, Konsumgesellschaft, die Deutsche Bahn, meinungslose Gestalten, und noch viel mehr. Dabei schafft Tom es, mit Wortwitz und Biss jede einzelne Beleidigung so zu formulieren, dass sie nachhaltig einprägsam bleibt. Das können die wenigsten Battle-MCs.
Dass DxBxSx mit "Die Platte" mal wieder einen Meilenstein geschaffen haben, war in dem Augenblick klar als die Veröffentlichung angekündigt wurde. Dass das Ding aber so eine wahnsinnige Abrissbirne ist, macht mich einfach nur glücklich.
Von vorne bis hinten eine runde Sache. Ein Album zum tanzen, Bier trinken, rauchen.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Konzertbericht: Thronehammer & Lord Vicar

Concert Review: Death by Horse / The Bloodstrings / The Sensitives @Immerhin Würzburg, 28/11/2019

LP Review: Mayak - Trenches (2018)