LP Review: Totally Unicorn - Sorry (2019) (German)
Lasst uns eine Zigarette rauchen und über das neue Album von Totally Unicorn mit dem Titel "Sorry" reden. Aber passt auf, denn das hier ist kein leichter Tabak. Auf etwa 35 Minuten hat das irre Viergespann intensive Attacken, abgehackte Beats, wilde Variationen in Rhythmus und Stimmung sowie einen tonnenschweren Sound aufgefahren. Genau so soll Heavy Math Rock oder Math Metalcore klingen. Die verbrannten Zigaretten auf dem Cover geben einen guten Eindruck von der Stimme des Sängers. Gepresstes Schreien und Shouten hüpfen in einer Leichtigkeit über die brachiale und aus purem Wahnsinn bestehende Soundlandschaft. In den Breaks wird die Stimme gelegentlich zu kräftig gesprochenen Ansagen und in Intros wie bei "A Song for the Dead Shits" verformt sie sich zu einer leicht jammernden und dennoch kraftvoll singenden und kratzenden, wunderschönen Figur. Generell festhalten lässt sich vor allem, dass Drew's Gesang laut, intensiv und packend ist. Musikalisch präsent...