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Künstlervorstellung: Ping Pong Punk

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Heute stelle ich mal wieder ein bisschen Musik aus dem sonnigen Schmalkalden vor. Die Band Ping Pong Punk gehört zum Umfeld von Ponyphone Records und ihr zweites Album wurde auch in Philipp Schwabes   Magnolia Sounds Studio aufgenommen. Mir liegen die beiden bisherigen Veröffentlichungen der Thüringer Band vor: "Klobürstenrevolution" (2015) und "Die Fassade bröckelt" (2017). Die Titel lassen es schon vermuten: es handelt sich um lupenreinen Deutschpunk . Rumpelige Rhythmen, minimalistische Arrangements, laute Stimmen und textliche Inhalte, die sich von Antifaschismus über Suff bis zum humorvollen Unsinn erstrecken. Für mich ist diese Musik unheimlich nostalgisch aufgeladen, weil sie mich an Zeiten erinnert, als mit dem Rucksack voll Dosenbier zu Jugendzentren oder Konzerten geeimert bin. Es kracht, rumpelt, drückt und schiebt. Ping Pong Punk spielen den Soundtrack meiner Jugend. Da bekomme ich direkt Lust auf ein Bier oder fünf. Schön finde ich auf beiden ...

CD Review: Samast - Flucht nach vorn (2019)

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Herzlich willkommen zur letzten Review im Jahr 2019. Heute gibt es mal wieder eine Veröffentlichung aus dem Hause Ponyphone Records aus Schmalkalden. Und zwar geht es um das junge Punk Rock Quintett Samast. Meines Wissens kommt der Name aus der estnischen Sprache und bedeutet "vom gleichen/aus dem gleichen". Knapp eine halbe Stunde beschallt "Flucht nach vorn" die Ohren. Geboten wird hier kraftvoller deutschsprachiger Punk Rock mit viel Druck, ein bisschen Nu Metal und breitem Tonspektrum. Hier und da kann man es auch Deutschpunk nennen. An anderer Stelle werden Skate- oder Surf Punk Elemente stärker. Das Songwriting ist durch viele harmonische Licks und Mehrstimmigkeit geprägt. Melodic Punk würde ich das Ganze dennoch nicht nennen. Dafür schmeckt das Bier doch zu sehr nach Dosenbier. Und das ist sehr gut so! Inhaltlich geht es aus Samasts Album um alles, was eine Flucht nach vorne bedingen und mitbringen kann: Konfrontation mit patriotischen Arschlöchern, ...

LP Review: Goddys - Ambrosia (2019)

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Heute auf dem Plattenteller im Hause MangoWave: wunderschönste Finsternis aus dem Hause Ponyphone Records in Schmalkalden. Genauer handelt es sich um Goddys und ihr düster feines Album "Ambrosia". Das Quartett zeigt sich hier mit zehn Tracks voll rollendem Blues, okkulter Ästhetik, mitreißender Dunkelheit, und metallener Klarheit. Goddys schaffen in ihrem Songwriting einen atemberaubenden Spagat. So spielen sie Musik, die sich sowohl an traditionellem Doom Metal wie Coven oder Jex Thoth orientiert, zur gleichen Zeit bei Blues Rock wie den Blues Pills mithalten kann, und zudem die Heavy Metal Attitüde von Warlock in sich vereinnahmt. Ich würde den Stil Occvlt Doom Blues nennen. Die Instrumentalisierung schafft eine dynamische Atmosphäre aus Fuzz, treibenden Beats, und Harmonien, die von bittersüß-symphonischer Nekromantik bis zu aktivierenden Themen aus New Orleans reichen. Im Zentrum steht Emmas sehr präsente und fesselnde Stimme mit einem wahnsinnig großen Spektrum...

LP Review: Peggy Luck - mondhell (2019)

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Macht es euch bequem, sucht euch einen schönen Platz im Garten, an der Feuerstelle, auf dem Balkon, am Küchenfenster oder auch im Bus. Wichtig ist aber: spitzt die Ohren, denn Peggy Luck's LP "mondhell" ist ein Hinhörer für alle Gehörgänge. Die Platte kleidet sich in einem wunderschönen Artwork inklusive aufwendigem Booklet und erscheint am 04. Oktober bei dem Schmalkaldener Label Ponyphone Records. Peggy Luck hat auf "mondhell" elf ihrer Lieder gesammelt, die im Zeitraum von 2011 bis 2019 entstanden sind. Was hier geboten wird, lässt sich auf den ersten Blick als abwechslungsreiche akustische Musik bezeichnen. Peggy Luck singt, spielt Gitarre, Viola da Gamba, "kitchen noise" im "Kaffeelied", Piano, Mandoline, den Löffel ihrer Großmutter, und thüringische Waldzither. Darüber hinaus fügen ihre Gastmusiker der volltönenden Vielfalt mit Klarinette, Schlagzeug, Violone, Bass, Cura, Flöte, Cello, Harfe, und Waschbrett vielerlei i-Tüpfelchen ...