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LP Review: Mayak - Trenches (2018)

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Die ersten Töne erklingen und es wird sofort klar: jetzt wird's dreckig! Mayak bringen in ihrer etwas mehr als sechsjährigen Historie ihren zweiten Langspieler an die Hörer, und das Ding hat es in sich. Auf dem großartigen Label Twisted Chords ist die Scheibe "Trenches" der fünf Bielefelder in schwarz oder gold erhältlich, und gleich welche Farbe sich auf dem Plattenteller dreht, wird kein Auge trocken gelassen. Mayak spielen crustigen, dreckigen und schnellen Hardcorepunk, der mit ordentlichen Portionen Sludge und Black Metal serviert wird. Ein Hochgenuss für jeden Gourmet organisierten Lärms. Schnelle Rhythmen, die es unmöglich machen, still sitzen zu bleiben, werden überlagert von eiskalt metallenen Licks, brachialen Soundlandschaften und mal tief röhrendem, mal heiser schreiendem Gesang. Mayak schaffen es, bei jeder Geschwindigkeit zwischen stampfend doomigen Halftime bis hin zu schwarzemetallenen Tempoattacken und allem, was dazwischenliegt, zu packen, mitzunehme...

EP Review: Planet Watson - Foursome (2018)

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Yes, es gibt neuen Kram von Planet Watson! Ich habe die vier sympathischen Ludwigsburger zuletzt im B-Hof in Würzburg zusammen mit den Vampirates gesehen und Gerüchten zufolge habe ich danach mit Bandmitgliedern noch ein Bier getrunken oder zwanzig. Ich meine auch, mich zu erinnern, dass Planet Watson auf der Bühne eine absolute Macht waren und mit der Zierlichkeit einer Abrissbirne das Konzert vereinnahmt haben. Hier liegt nun der neueste Extended Player des schwäbischen Quartetts vor mir. Etwa drei Jahre nach der LP "Do what you want" gibt es endlich vier brandneue Kracher von Planet Watson zu hören. Der Titel "Foursome" könnte dahingehend nicht passender sein: vier Tracks, vier Musiker, vier Fonts auf dem Cover, vier Themen. Und im Stile eines awesome foursome dreschen die Vier über die Songs. Das ist melodischer Hardcore (Punk), wie er mir gefällt. Hier und da erinnern mich Planet Watson an Millencolin; das mag aber Zufall sein. Grundsätzlich präsentier...

Single Review: Paulinchen Brennt - wie Salz (2018)

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Wer bei dem Namen PAULINCHEN BRENNT noch zuerst an den Struwwelpeter oder gar an ein Werbeplakat für Bewusstsein über brandgeschädigte Kinder denkt, sollte sich dringend mit diesem Trio bekannt machen. PAULINCHEN BRENNT aus Leipzig und Nürnberg melden sich zwei Jahre nach der Veröffentlichung "Viele werden satt" mit ihrer zwei Tracks umfassenden Single "wie Salz" zurück. Die Titel "Souzeraine" und "wie Salz" schlagen zu wie ein stachelbesetzter Hammer, der im Takt der abwechslungsreichen Hardcore Tracks auf einen Holztisch geprügelt wird. Wunderschön! Einfallsreicher, schneller und definitiv punkiger Hardcore mit kreischendem Gesang, schönen Gitarrenleads, warmen Bassspuren und dynamischem Tempowechsel. Der gesungene letzte Teil im Track "Souzeraine" hat mich erst etwas überrascht, passt aber perfekt als Einleitung für das Outro mit der nach Post-Hardcore anmutenden Leadstimme. PAULINCHEN BRENNT präsentieren sich eben...

LP Review: Cold Kids - Sektempfang bei Scheele (2018)

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Nicht mehr brandaktuell, aber dennoch eine Veröffentlichung aus dem aktuellen Kalenderjahr, die Beachtung verdient. Die Cold Kids aus der oberfränkischen Biermetropole Bamberg haben sich an den letzten beiden Tagen des Jahres 2017 im Proberaum eingeschlossen und dort diese schöne LP live eingespielt. Irgendwann vor einiger Zeit habe ich die Cold Kids live im Würzburger Jugendkulturtreff Immerhin gesehen und habe mich sehr schnell verliebt. Der live eingespielte Tonträger erschien im April 2018 beim Label Twisted Chords und kommt mit etwa einer halben Stunde Punk Rock auf neun Tracks um die Ecke. Eine schlichte Verpackung, ein geschmackvolles Bild einer Szene aus dem Arbeitsamt in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn und wenig Schnickschnack im Detail. So präsentiert sich die Platte schon mal minimalistisch für das Auge. Dazu kommt noch der Hinweis, dass das gute Stück komplett live im Proberaum aufgenommen wurde. Das ist sympathisch, das ist Punk Rock und da ist es auch vollkommen...

LP Review: Art Brut - Wham! Bang! Pow! Let's Rock Out (English)

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Remember Art Brut? There was the time when Indie Rock Artists such as The Arctic Monkeys, The Babyshambles, The Kooks, and many more experienced their big hype. It was the time when Mando Diao hat their first big hit with "Down in the Past", and did not publish acoustic versions, yet. In this very era it was Art Brut shone out for me especially. Their easygoing ways, steady tempo, and lean styles from bands such as The Clash, 999 or UK Subs were some of the causes why the quintet from London caught me, and convinced me more than any other Indie Rock band. It has been fourteen years since my favourite single of those days called "My Little Brother", and five years since their last album "Top of the Pops", and now the sixth longplayer "Wham! Bang! Pow! Let's Rock Out!" is lying on my turntable. And here's the first good news: it's still Art Brut! They still play high-tempo Indie Rock with partly spoken and party sung lyrics. Another...

LP Review: Art Brut - Wham! Bang! Pow! Let's Rock Out! (German)

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Erinnert ihr euch an Art Brut? Es war die Zeit, als Indie Rock Künstler wie The Arctic Monkey, The Babyshambles, The Kooks und viele weitere ihren großen Hype hatten. Es war die Zeit, als Sarah Kuttner noch ihre Show auf VIVA hatte und Mando Diao mit "Down in the Past" ihren ersten großen Hit landeten und noch keine Akustik Versionen veröffentlichten. In dieser Ära waren es vor allem Art Brut, die für mich besonders herausstachen. Mit ihrer locker rockigen Art, der stetigen Geschwindigkeit und den Anleihen von Bands wie The Clash, 999 oder auch UK Subs haben mich die Londoner immer deutlich mehr gefesselt als der Rest der großen Indie Rock Szene. Vierzehn Jahre nach meiner damaligen Lieblings Single "My Little Brother" und fünf Jahre nach der letzten Platte "Top of the Pops" liegt nun die inzwischen sechste LP von Art Brut "Wham! Bang! Pow! Let's Rock Out!" auf meinem Plattenteller. Und hier ist schon mal die erste gute Nachricht: es ist...

LP Review: HIDE - Castration Anxiety (English)

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Castration Anxiety is the title of the first full-lenght album by the American duo HIDE. Chicago based Industrial band HIDE were founded in 2014 ,and consist of percussionist Seth Her and visual artist Heather Gabel. What the duo put on vinyl this year might be the darkest, gloomiest and most intense disc I ever had lying on my record player. Seth Her is creating controlled confusion in the greatest fashion of Industrial music with his modules which instantly invite the listener to getting lost in its sounds. The music of HIDE is defined by diversified drum patterns who activatingly move forward between deep, aggressive, swirling bass and sub bass on the one hand, and masterfully disharmonic melodies on the other hand. Furthermore, rhythm and melody install beautiful structures in every track which build up slowly towards activating beats and always end up in a slick climax. This mixture of gloom and industrial charm is presented in high quality. Also it is extremely beautiful ...