LP Review: The DogHunters - Splitter Phaser Naked (2019)

Dass die Kölner Band The DogHunters ein gewisses Faible für Wortspiele und Puns hat, wurde schon durch den 2017er Langspieler "The Shit Singles" unter Beweis gestellt. Diese Disziplin nehmen Schäng Anakonda, Peter Silie, Marquito Ferrero, Miami Vince und Theo van Heuss auch bei ihrem zweiten Album "Splitter Phaser Naked" wieder sehr ernst. Das schöne Scheibchen ist seit November 2019 als CD, hellblaue LP oder im Bundle beim sympathischen Krautrock Label Tonzonen Records erschienen.
Etwas weniger als eine Dreiviertelstunde rocken und tanzen sich die fünf Künstler aus Hürth und Köln in erfrischender Weise durch die Rillen des Tonträgers. Dabei erzeugen sie eine sehr warme sowie definitiv krautige Melange aus tanzbarem Indie oder Alternative Rock und jeder Menge Summer of Love. Die Tanzschritte auf "Splitter Phaser Naked" sind für Sandalen und nackte Füße ebenso geeignet wie für Chucks und Vans.
Melodien warm wie die Abendsonne an einem sommerlichen Strand baden zwischen seichten aber dynamischen Wellen aus Kraut- und Indie-Rhythmik. Freundliche Licks und Leads schweben darüber hinweg wie ein Tablett voll erquickenden Cocktails und dem dazugehören angenehmen Rausch. Dieses Bild wird ergänzt durch den Gesang, der mal jazzig mal rockig, immer klar und gelegentlich zweistimmig durch die Klangwelt gleitet wie ein Surfbrett auf sanftem Wellengang.
Das Attribut, welches auf der zweiten Platte von The DogHunters am präsentesten ausgeprägt ist, ist die Freude an der Musik. Das Quintett geht mit einer mitreißenden Leichtfüßigkeit an das Dutzend Lieder und bewegt auch bei den ruhigsten Klängen direkt den ganzen Körper. The DogHunters sind auf "Splitter Phaser Naked" geschmeidig, animierend und sonnig.
Das hier ist Musik für die Strandbar, für Balkon- und Gartenparties, für die letzten drei Mojitos vor dem Heimweg in Richtung aufgehende Sonne. Indie, Kraut und Alternative, angesiedelt irgendwo zwischen 1965 und 2020, zuhause überall wo die Sonne scheint, und auch da wo sie mal wieder scheinen soll. Fans von Art Brut werden hier genauso ihre Freude haben wie Hörer von Kamala oder Between Owls.
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